Hektisches Rauschen der gedrungenen Stadt
hält andachtsvoll den Atem an –
im schweigenden Tanz tausend watteweißer Flocken.
Bekritzelte Stapel aus geschäftigem Papier
knacken unter deinen Füßen weg –
als hauchdünne Blätter aus glitzerndem Eis.
Dein Tun in Endlosschleife
versiegt in seiner Dichte –
in der ruhenden Schneedecke bis zum Horizont.
Sorgen, die schreien mögen
verschlägt es den Ton –
sie verpuffen in den thronenden Bergkuppen aus Zucker.
Frustrierte Gestalten kriechen unter die Haut
und gefrieren gnadenlos –
Eiszapfen, die friedfertig im Winterlicht schimmern.
Alltagssorgen verlieren an Halt
und fließen in kostbaren Augenblicken davon –
kompromisslos fortgetragen vom Rauschen des Gebirgsbachs.
Tick, tack, tick, tack …
tickt das Leben davon –
bis die verschneite Stille das Ticken übertönt.
Sehnsucht nach dir selbst
und deinen stützenden Säulen
wird Wirklichkeit in der magischen Welt aus Winternebel.
Zeit für die Menschen
weicht Zeit für die Seele –
in Schritten aus feinem Kristall, prächtig wie du selbst.
© 2026 Textfunke · Andrea Kricek, Bad Ischl
Kommentar hinzufügen
Kommentare